Jahreshauptversammlung des Kulturvereines Podium Kaufbeuren mit Neuwahlen
Im Rhythmus von 2 Jahren wird im Kulturverein Podium Kaufbeuren der geschäftsführende Vorstand durch die aktiven Vereinsmitglieder neu gewählt und eine gründliche Revision durchgeführt. Jeweils einstimmig wurden die amtierenden Vorstandsmitglieder Susanne Eckl (Schriftführung), Christina Baier (Kassenführung) und Peter Brosche (Vorsitz) wieder gewählt.
Rückblick
Bei seinem Programmrückblick auf die Jahre 2008 bis 2009 stellte Peter Brosche fest, dass es viele, sehr erfolgreiche und sowohl vom Publikum als auch von der Presse mit Anerkennung gewürdigte Veranstaltungen gab.
Allein 24 hochkarätige Kabarett-Veranstaltungen, vier davon Großveranstaltungen im Kaufbeurer Stadtsaal wurden organisiert. Hier merkte der Vorsitzende allerdings an, dass die Silvesterkabarett-Veranstaltung 2008 weder den Erwartungen des Kulturvereines noch der Besucher entsprach. Die "academixer" aus Leipzig, einst eines der renomiertesten deutschen Kabarett-Ensembles, habe sich zwischenzeitlich deutlich von ihrer ursprünglichen Qualität hin zur belanglosen Witzelei entwicklelt. Das Silvesterprogramm 2009, mit dem "Spaßkommando Nordrhein" habe dagegen wieder sowohl vom Inhalt als auch vom Unterhaltungswert alle Ansprüche mehr als erfüllt.
Auch die Sparte Musik sei nicht zu kurz gekommen, merkte Brosche an. Zwölf anspruchsvolle Musikprogramme konnten die Besucher genießen. Zwei davon wurden vom Kulturring Kaufbeuren in den Räumen des Podium veranstaltet. Das musikalische Highlight war sicherlich der Auftritt der weltbekannten Akkordeonistin Lydie Auvray im Kaufbeurer Stadtsaal bemerkte der Programmmacher. Besonders stolz sei man auch, dass es gelungen sei den Enthüllungs-Journalisten Günter Wallraff in die Wertach-Stadt zu holen. Ein voller Fest-Saal im Bezirkskrankenhaus zeigte das große Interesse an seiner Arbeit.
Großer menschlicher Verlust
Ein großer menschlicher Verlust, nicht nur für den Verein, sei der Tod von Ursula Brosche gewesen (2009). Sie habe von Anbeginn der Entstehung der Kellerbühne immer mit Tat und Rat den Verein geprägt.
Kassenbericht
In Ihrem Kassenbericht erläuterte Christina Baier die Entwicklung der Vereinsfinanzen. Dazu stellte sie fest, dass im Jahr 2008, trotz der hohen Anschaffungskosten, der dringend zu erneuernden Tontechnik, noch ein geringer Überschuss erwirtschaftet wurde. Im vergangenen Jahr 2009 wurden jedoch, erstmals in der Vereinsgeschichte, rote Zahlen geschrieben. Dies habe sich aus zwei, wegen Krankheit, im Herbst abgesagten Veranstaltungen und zwei nicht ausgelasteten Stadtsaal-Veranstaltungen (Fitz und Silvester) ergeben.
Bei den Großveranstaltungen seinen die Ausgaben gleich hoch, egal ob der Saal ausverkauft oder nur zu dreiviertel belegt sei. Das entstandene Minus könne aber noch durch ein Rücklagenpolster abgedeckt werden, stellte die Schatzmeisterin fest. Sie betonte gleichzeitig, "es müssen aber wieder bessere Zeiten auf der Einnahmenseite kommen".
Die Schriftführerin Susanne Eckl gab in ihrem Bericht über die Mitgliederentwicklung, der Sorge Ausdruck über die zurückgehende Zahl der Fördermitglieder (jetzt 170) die durch Wegzug und Sterbefälle begründet sei. Die Zahl der aktiv Mitarbeitenden, hauptsächlich im Veranstaltungs-Betrieb, sei dagegen etwas gestiegen. Sie rief dazu auf, mehr Fördermitglieder zu werben.
Flohmarkt, Galerie und neue Technik
Neben dem Podium-Flohmarkt, bei dem nicht mehr benötigte hauseigene Gegenstände verkauft wurden, fanden in der Podium-Galerie fünf sehr gute, unterschiedliche Ausstellungen statt.
Bei seinem Rückblick auf die organisatorische Arbeit und vor allem die Aus- und Umbauarbeiten im und um das Haus an der Inneren Buchleuthe stellte Peter Brosche fest, dass wieder viele Arbeitsstunden zusätzlich zu dem normalen Veranstaltungsbetrieb angefallen waren.
Im Jahr 2008 wurde die komplette Tontechnik erneuert, alle Ein- und Umbauten wurden selbst vorgenommen. Im Frühjahr 2009 kam dann die Ausstattung der Bühne mit einem neuen elektrischen Vorhangsystem dazu. Aber die größte Herausforderung sei der komplette Neubau des Abwassersystems im Spätsommer 2009 durch den Hauseigentümer die Stadt Kaufbeuren gewesen. Dazu seien umfangreiche Staubschutzmaßnahmen sowie- Aus und Einräumarbeiten und dauernde "Bauaufsicht"-Stunden erforderlich gewesen, diese seien vom Verein geleistet worden.
Entlastung des Vorstandes und Wiederwahl
Der Landsberger Betriebswirt Erwin Nicola beantragte, als Leiter der Revision, die Entlastung des Vorstandes und bescheinigte der Kassenführung "akribisches Arbeiten" .
Bei den Neuwahlen wurde der bisherige geschäftsführende Vorstand einstimmig wieder gewählt. In seinem Schlusswort bedankte sich der Vorsitzende Peter Brosche bei den Vereinsaktiven für die vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden. Er versprach weiterhin ein anspruchsvolles unterhaltsames Programm, das sich der Kulturverein auch leisten kann, auf die Beine zu stellen.